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7. Literarischer Wandertag am 19.6.2022: NACHLESE

7. Literarischer Wandertag
Solingen – Wuppertal
Das Thema war „Zeiten und Brücken“.
Die Route verlief über Kohlfurther Brücke – Kaltenbacher Tal – Manuelskotten.

Die Veranstaltung

Am Nachmittag des 19. Juni 2022 gegen 15 Uhr trafen sich auf der Solinger Seite der Kohlfurther Brücke die AutorInnen, die auf dem 7. Literarischen Wandertag mitwanderten, nämlich Martina Hörle, Armin Tofahrn und Kay Ganahl aus Solingen, Annette Oppenlander aus Ahaus in Westfalen, Petra Lötschert aus Düsseldorf und Manfred Luckas aus Köln, zudem der Videofilmer Paulo Borutta aus Köln und der Solinger Liedermacher Robert Schreiber.

Reihenfolge und Örtlichkeiten des Auftretens:
Martina Hörle auf der Solinger Seite der Brücke
Armin Tofahrn mitten auf der Brücke
Kay Ganahl auf der Wuppertaler Seite („Brückenpark“)
Annette Oppenlander am Manuelskotten
Petra Lötschert am Manuelskotten
Manfred Luckas im Waldgebiet beim Kotten
Robert Schreiber sang auf der Brücke, hinter dem Tunnel auf dem Waldweg zum Kotten, vor dem „Hammer“ und beim alten stillgelegten Erzstollen.
Die Veranstaltung dauerte drei Stunden.

Es ging darum, die Tradition der Literarischen Wandertage des FDA NRW und der Solinger Autorenrunde zu pflegen – und natürlich ein wichtiges Thema kreativ in eigenen schriftstellerischen Werken zu bearbeiten und dem geneigten Publikum vorzutragen: ZEITEN UND BRÜCKEN.
Die Kohlfurther Brücke ist eine kleine Brücke, die Solingen und Wuppertal auf eine einmalige Art und Weise verbindet. Sie ist für den Autoverkehr gesperrt, nur Fußgänger und Radfahrer können über sie in die bergische Nachbarstadt gelangen. Daher ist sie durchaus als ein Symbol des Friedens und der Verbindung zwischen Menschen, Kulturen und Staaten zu sehen.
Der Freie Deutsche Autorenverband/Landesverband NRW und die Solinger Autorenrunde haben für diese Veranstaltung verantwortlich gezeichnet. Der Solinger Schriftsteller Kay Ganahl hat sie organisiert.

Zum Thema

Wir leben in schwierigen Zeiten, was sicher jedem bewusst ist.
Umso klarer dürfte die Herausforderung auch sein, die das normale Leben an jeden stellt: Tun, Handeln und Entscheiden, gleich was kommt. Es gilt, das Überleben aller möglichst gut zu gewährleisten, indem wirklich jedermann seinen mehr oder weniger großen Beitrag dazu leistet. Das kann die Arbeit in der Produktion sein, vieles andere mehr – zumal die kreative Tätigkeit, die das Problemlösen erleichtert und das Leben zu verschönern helfen kann. Kultur ist Leidenschaft, Interesse und Metier, die uns durchs Leben begleitet und es erfüllt!
Das literarische Schreiben ist eines der großen Gebiete der deutschen Kultur, in dem wir, die AutorInnen des Freien Dt. Autorenverbandes und der Solinger Autorenrunde, zuhause sind.
Der Bau von Brücken zwischen Staaten, Kulturen und zwischen Völkern, ja einzelnen Menschen ist das, worum es zu allen Zeiten, so auch in der unsrigen, immer wieder geht! Nicht jeder Konflikt ist vermeidbar, mancher kann übrigens auch von Nutzen sein. Aber was wir alle nicht wollen: Krieg!
Vor allem deshalb ist der Brückenbau, so häufig und vielfältig wie möglich vonnöten, um Schlimmes zu vermeiden und zu verhindern! Auf den verschiedensten Brücken kann man sich begegnen, auch wenn der eine anders denkt und handelt als derjenige, der ihm gegenübertritt – aus freien Stücken und guten Mutes. Menschen sollten niemals Gegner oder gar Feinde sein.
Der Bau von Brücken erweist sich daher als notwendig, um den Frieden zu erhalten. Der Friedenserhalt steht als das Wichtigste über allem anderen!

ZEITEN UND BRÜCKEN
war das Thema des 7. Literarischen Wandertages!
ZEITEN UND BRÜCKEN
ist die Verbindung von zwei wesentlichen Begriffen des Friedens, die eben mit Inhalt zu füllen sind.

Text: Kay Ganahl

Martina Hörles Projekt „Solingen – ganz nah“

Viele von uns Solinger AutorInnen haben das Projekt unserer Solinger Journalistin und Autorin Martina Hörle sehr begrüßt – deshalb auch an dem oben genannten Sammelband mitgewirkt.

In zahlreichen literarischen Beiträgen wird in dem Buch unsere Heimatstadt individuell, kreativ und subjektiv dargestellt, um nicht zu sagen dem Leser „ganz nah“ gebracht. So soll es sein. Solingen wird am ehesten durch seine Einwohner, die Bürger der Stadt, gesehen und verstanden.

Originell ist die Konzeption des Buches: Text und Bild sind dort versammelt, aber auch per QR-Code nach YouTube von jeder Autorin, jedem Autor ein Videoclip mit dem Text, der gelesen wird – an den Stätten, über und von denen erzählt und berichtet wird. Sehr gelungen!

LINK

solingen ganz nah hörle – YouTube

7. Literarischer Wandertag

„Zeiten und Brücken“

Solingen – Wuppertal

Route: Kohlfurther Brücke – Kaltenbacher Tal – Manuelskotten

Thema: »Zeiten und Brücken«
Tag: 19. Juni 2022
Uhrzeit, Treffpunkt: 15 Uhr an der Kohlfurther Brücke in Solingen

Die Zeiten sind immer danach, gelebt zu werden. Hin und wieder gestaltet sich das Leben für Menschen aber durchaus als schwierig. Gefahren warten überall. So mancher nimmt sein Leben als eines mit zahlreichen Hindernissen wahr.

Jedenfalls ist der Brückenbau zwischen Einzelnen, Gruppen und Nationen nach wie vor sehr wichtig. Der Friedenserhalt steht als das Wichtigste über allem anderen.

Der Freie Deutsche Autorenverband/NRW und die Solinger Autorenrunde zeichnen für diese Veranstaltung verantwortlich. Kay Ganahl ist der Organisator. Es nehmen AutorInnen beider Organisationen plus GastautorInnen als Kreative teil, die aus ihren eigenen literarischen Werken Beiträge zum gegebenen Thema an verschiedenen literarischen Stationen der Route vorlesen.

Musikalisch begleitet wird die Wanderung von Robert Schreiber, dem Solinger Liedermacher.

Der Literarische Wandertag freut sich auch auf seine Gäste!

Text: Kay Ganahl

Tofahrn und Ganahl: LINK zu dem YouTube-Video

Die beiden Autorenrunde-Mitglieder Armin Tofahrn und Kay Ganahl haben im November 2021 für die Mülheimer Lesebühne digital ein literarisches Video produziert, welches im Januar 2022 im YouTube-Kanal der Mülheimer Lesebühne digital veröffentlicht wurde.

Armin Tofahrn stellt sein neues Buch „Die Venus-Connection“ vor. Kay Ganahl kommt mit „KONNEX“, veröffentlicht im Sommer ’21 …

Mülheimer Lesebühne digital, Januar 2022 – YouTube

Viel Freude!

LINK „Literarischer Spaziergang“ am 1.8.2021

von Kay Ganahl

Hier für alle Literaturinteressierten der Internet-Link, damit der Weg zum Video des Kölners Paulo Borutta möglichst kurz ist ….

https://www.youtube.com/watch?v=6ZNNSZPu3h8

Zum Ereignis

Am Nachmittag des Sonntag, 1.8.21, fand der 1. Literarische Spaziergang in Solingen statt. Wir trafen uns am Schaberger Bahnhof, um von dort aus in Richtung Napoleonsbrücke zu spazieren. AutorInnen hatten sich zusammengefunden. Sie lasen aus ihren literarischen Werken zum Thema „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“. Es handelte sich um eine Veranstaltung des Freien Deutschen Autorenverbandes/Landesverband NRW und der Solinger Autorenrunde. Es lasen: Kay Ganahl, Martina Hörle, K. J. Butterfield, Armin Tofahrn, Annette Oppenlander und Beate Kunisch. Kay Ganahl organisierte und moderierte. Paulo Borutta aus Köln drehte diese Video-Dokumentation.

Literarischer Spaziergang

Eine Veranstaltung des FDA NRW und der Solinger Autorenrunde am 1. August 2021

Bericht von Kay Ganahl

Route: Bahnhof Solingen-Schaberg – Richtung Napoleonsbrücke

Thema: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“

Es ist schön, wenn es wieder „geht“. Ja, und wir gingen auch – besser gesagt: spazierten!

Mehrmaliges Verschieben von Open Air-Terminen ist etwas Unangenehmes: im Jahr 2020 wegen der Corona-Problematik, am 4. Juli 2021 wegen tatsächlich einsetzenden Starkregens ausgerechnet im geplanten Zeitfenster.

Wir waren froh, dass der – tatsächlich 1.! – Literarische Spaziergang zum Thema „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“ mit der Route Bahnhof Schaberg Solingen – Brückenpark dann doch noch stattfinden konnte. Allerdings stand auch dieser Termin auf der Kippe. Die Wettervorhersage war bestenfalls als durchwachsen zu bezeichnen. Jede Veranstaltung im Freien ist nun einmal wetterabhängig. Aber man wagte es an diesem Tag …

Aus diesem Grund waltete allerdings des Weiteren die Vorsicht bei der Routenplanung, weshalb Kay Ganahl als Organisator die Napoleonsbrücke und den Müngstener Brückenpark als Zielpunkt unmittelbar an der hochwassergestressten Wupper strich – alles einfach etwas kürzer und sicherer gestaltete. Die Route in Richtung Napoleonsbrücke ist nun einmal abschüssig, –  Unwetter der vergangenen Monate hatten auch Wander- und Spazierpfade im Waldgebiet um den Fluss Wupper herum beeinträchtigt. 

Statt eine Route ganz durchzuplanen, also eben auch mit einzelnen festgelegten Stellen, an denen die AutorInnen aus ihren eigenen Werken zum Thema vorlesen, galt es nunmehr, spontan vorzugehen. Dies wurde von allen gern angenommen. Spontanität: Warum nicht? – Wo geht es denn jetzt lang? Das war immer mal wieder die Frage.

Nun, es traten am 1. August 2021, 15 Uhr vor dem Bahnhof Solingen-Schaberg bei zunächst überraschend freundlichem Wetter an: Martina Hörle, Annette Oppenlander und Kay Ganahl (alle FDA NRW und Solinger Autorenrunde), zudem Armin Tofahrn – Schriftsteller und Philosoph („Vorstadt-Philosoph“) von der nahe gelegenen Burger Landstraße – und auch wieder einmal Beate Kunisch (beide von der Solinger Autorenrunde), die den Schlusspunkt des Lese-Reigens setzen sollte. Der Solinger Bernd Möller lieferte während des Spaziergangs einige amüsante, aber auch ernste poetische Musikbeiträge. Paulo Borutta aus Köln agierte als Video-Dokumentar der ganzen literarischen Veranstaltung. 

Kay Ganahl begann oberhalb der „Rutsche“ – Teil des Spiel- und Bewegungspfades in diesem Bereich des Waldes – mit einem Sachtext, in welchem er das gegebene Thema kritisch-philosophisch beleuchtete, somit die Grenzen des Menschen auf Erden besonders hervorhob. Eine wohlgeneigte Zuhörerschaft bildete ein Halbrund, um ihm zu lauschen. Die Begrenztheit des Menschen als rationales Wesen steht in einem direkten Zusammenhang mit seiner Selbstüberhebung! Ganahl rauschte kurz durch die Geschichte des Menschengeschlechts und unterwarf es einer moralischen Kritik. 

Wie so oft ist für die von Kay Ganahl organisierten literarischen Lesungen die Vielseitigkeit von Inhalt und Aussage der verschiedenen AutorInnen sehr erwünscht und stets als relevant zu bezeichnen. 

Dann sang zur Begrüßung von AutorInnen und Gästen Bernd Möller, auch ein vielseitiger Instrumentalist, einen Song, welchen er an der Gitarre begleitete.

Hiernach ging es den bewaldeten Abhang herunter: glücklicherweise war der Erdboden trocken und fest. Nicht das geringste Problem tat sich auf. Wenngleich am Rand des Pfades gestapelte Baumstämme beim beiläufigen Betrachter manchmal für eine besorgte Miene sorgten.

Die Solinger Autorin und Journalistin Martina Hörle folgte mit geistreichen, die Stimmung auflockernden Texten. Sie stellte sich allenthalben nicht in unmittelbarer Nähe unterhalb der Rutsche auf, sondern suchte sich ein Plätzchen, wo eben einige Baumstämme flach lagen – Unwetter- und/oder Borkenkäfer-Opfer der letzten Zeit. Martina Hörle ist eine besondere Literatin, wenn es um Fantasy und Horror geht, auch und gerade der Humor ist ihr „Ding“. So entführte sie die Zuhörer hier im Wald in eine Parallelwelt ohne Zeit.

Weiter ging’s. Und mit Freude am Spazieren, zumal die Sonne lachte. Man hätte immer wieder ein lauschiges Plätzchen zum Ausruhen und Sinnieren finden können, kein Problem!

Armin Tofahrn, der sich selbst als „kreativen Querkopf“ sieht, Kurzgeschichten, Romane und sogenannte Denkzeilen schreibt, lud die Zuhörerschaft in seine Vorstellungswelt ein, in der die Natur gefährdet ist – und der Mensch derselben nicht etwa schaden sollte, sondern helfen. 

Dr. Manfred Luckas, FDA NRW-Landesvorsitzender, konnte leider nicht zum Spaziergang kommen. Er bat Kay Ganahl, seine Texte vorzulesen, was dieser dann mit emotionalem Einsatz tat: Baumbetrachtung I, ein Prosatext; Baumbetrachtung II, ein Gedicht. Das sind zwei Texte mit zahlreichen Bezügen zu Wissenschaft, Philosophie und Literatur, die ganz unmittelbar zum Ausdruck kommen, so dass sie emotional anfassen.

Es sei zugegeben, dass denn auch manchmal eine leicht bedrohliche Regenwolke „um die Ecke zu biegen“ drohte, was Ganahl dazu bewog – seit Martina Hörles Lese-Auftritt eher pfadfinderisch vorausgehend –  lieber einen Schleichpfad bergan zu suchen, den er dann auch schnell fand. Ein saftiges Grün lockte, gerade auch zur Darbietung der Beiträge von Annette Oppenlander und Beate Kunisch. Annette Oppenlander las dann auch intensiv aus ihrem historischen Roman „Bis uns nichts mehr bleibt“. Sie schreibt überwiegend historisch und auch Fantasy, so dass sie die Leser und Zuhörer stets in den Bann schlagen kann. 

Aus dem Himmel drohte nun einiges Ungemach. Beate Kunisch musste sich sogar ein wenig beeilen, um ihren Text vorzulesen: Die vor Kurzem stattgefundene Hochwasserkatastrophe – auch die Wupper trat über ihre Ufer! – wurde von ihr fantasievoll, aber eben auch sachlich zutreffend beleuchtet. 

Da sollte dann noch Bernd Möller, der an diesem Nachmittag den Spontanentscheidungen Ganahls bezüglich seiner Musikeinsätze freundlich-nachsichtig nachkam, ein Abschiedslied auf der grünen Wiese singen. Nicht ohne die tatkräftige Unterstützung durch zwei Damen zu erfahren, die ihn gegen den einsetzenden Regen mit Schirmen schützten! 

Schön, dass dieser Literarische Spaziergang stattfinden konnte! 

Fotos von Martina Hörle, Armin Tofahrn, Beate Kunisch und Annette Oppenlander

Literatur im Wald

Digitale Lesung des FDA NRW – AutorInnen im und beim Diederichstempel

von Kay Ganahl

„Tür an Tür/3 vor 12“ heißt die vom Deutschen Literaturfonds geförderte Lesungsreihe, deren dritte Lesung der Freie Deutsche Autorenverband, Landesverband NRW durchzuführen hatte.

Als mir Manfred Luckas, unser NRW-Landesvorsitzender, telefonisch davon berichtete, sah ich die Chancen, die mit der Durchführung der Lesung verbunden waren. Der Landesverband NRW erhielt das Thema „Der Wald-Mythenhort und Sehnsuchtsort“. Der Münchener Franz Westner, Autor, Agenturinhaber und Ehrenpräsident des Freien Deutschen Autorenverbandes (Bundesverband), auch 1. Vorsitzender des FDA-Landesverbandes Bayern, ist der Supervisor von allen Landesveranstaltungen. 

Eine Chance ist ja darin zu sehen, dass sich im Rahmen des Förderprogramms „Neustart Kultur“ (Dt. Literaturfonds) auch Kulturschaffende, eben literarisch Tätige an die ganz speziellen Bedingungen für Lesungsorganisation (Kontaktbeschränkungen/Hygienebestimmungen) angesichts von Corona anpassen können. Die Kultur braucht das Leben, das Leben braucht die Kultur. 

Corona wird auch den AutorInnen keinen Schlusspunkt setzen können. Es geht darum, die digitalen technischen Möglichkeiten so gut wie möglich in den Literaturbetrieb einzubauen. Auch so lässt sich kreativ arbeiten.

Thema Wald. Was wir in unserer Zeit vor allem über den Wald wissen: Es gibt Probleme. Der Klimawandel macht ihm zu schaffen. Aber er ist noch ein Rückzugsgebiet für Menschen und Tiere, zumal ein wichtiger Ort des Wirtschaftens. 

In einer guten thematischen Bandbreite wurde digital „Der Wald-Mythenhort und Sehnsuchtsort“ vor der Videokamera gelesen: Annette Oppenlander und Martina Hörle, beide aus Solingen und FDA-NRW-Mitglieder, als Solinger Gastautor Andreas Erdmann, der wegen der Corona-Problematik in Tirol/Österreich weilte (deshalb eigene Videos aus Österreich mailte), auch der Moderator und Autor Kay Ganahl vom FDA-NRW.

Sie waren die Hauptpersonen während der Dreharbeiten im und beim Diederichstempel oberhalb des Brückenparks Müngsten, Solingen, wo am Samstag 17.4.2021 ab 11 Uhr der Videograf Paulo Borutta aus Köln kompetent und engagiert Szenen kreativ filmte.

Etwas behindert von rasenden Mountainbikern und Wanderern, spielte er vor Ort den unverzichtbaren Part. Was in den Räumlichkeiten des Wermelskirchener Tagungshotels „Maria in der Aue“ nicht mehr möglich war, musste nunmehr im Freien bei sonniger, aber kühler Witterung ablaufen und erst einmal „in der Kiste landen“. Es war so natürlich nicht das geplante Live Event Streaming

Später wurde das Video im Internet gestreamt, die Aufzeichnung, nämlich zum alten vorgesehenen Termin 25.4., 11.57 Uhr. Die Diederichstempel-Lesung konnte nicht total live im Internet gesendet werden. Wer allerdings am besagten Sendetermin bei YouTube direkt oder auf der Webseite des FDA Bundesverband die Aufzeichnung sah, erlebte durchaus Literatur, als wäre er höchstselbst mitten im Wald. 

Der Wald als Hort der Elfen und Feen und Hexen und Waldschrate, der vielfältigen Mythen in Geschichte und Gegenwart: Menschen brauchen Mythen, die sie weitererzählen und sich an ihnen weiden. Die sie einfach schön, atemberaubend, also unterhaltsam und deshalb wichtig finden! In denen der Sinn des Waldlebens, aber auch seine Absurditäten, „gehortet“ werden. Das sind vor allem Mythen, in die die ganze Fantasie des Menschen Eingang findet, weil er vom Wald und seinem geheimen, rätselhaften Leben unglaublich angeregt wird. Wenn er es denn wirklich so denkt und empfindet. Denn die Gefühle des Menschen sind dafür ausschlaggebend … aber auch als Ort der Sehnsucht von Menschen, die der Zivilisation überdrüssig sind und Alternatives, das in ihren Augen viel Bessere, im Wald suchen; andere Menschen, die aus diversen, vielleicht wenig schmeichelhaften Gründen Unterschlupf im Wald gesucht und gefunden haben. Der Gründe gab es in der Geschichte viele. Und heute ist es nicht viel anders. Wenngleich die Sensibilität für die ökologische Problematik heutzutage weitaus größer ist.

Es gibt viele interessante, berückende Phänomene, die der Wald in Deutschland, ja in der ganzen Welt für die Menschen bereithält – als Hort für Mythen. Der Wald spricht, historisch gesehen, Bände über die Zivilisation des Menschen, über seine technischen und zivilisatorischen Errungenschaften, doch auch über sein Versagen. Aber auch gerade über das das, was die Menschen so an ihm fasziniert: Er ist nach wie vor auch der Ort für Sehnsucht.

Weitere Informationen, besonders zu den literarischen Beiträgen von Hörle, Oppenlander, Erdmann und Ganahl (Moderation, Sachtexte, Videoclips) können Zeitungsartikeln entnommen werden, die inzwischen veröffentlicht wurden, nämlich 1. Im Solinger Tageblatt Printausgabe und Solinger Tageblatt digital; derselbe Artikel erschien auch in der Rheinischen Post. 2. in Das SolingenMagazin (digitales Medium).

Link: Das SolingenMagazin

Zu sehen ist das Video direkt bei YouTube oder auf der Seite des FDA Bundesverband, Links: 3vor12.fda.de/der-wald-mythenhort-und-sehnsuchtsort

youtube 3vor12 der wald

Video- und Leseabenteuer in den Wupperbergen

Am Samstag ging es für die drei Mitglieder der Solinger Autorenrunde, Martina Hörle, Annette Oppenlander und Kay Ganahl als Moderator in den Wald – Andreas Erdmann nimmt aus Pandemiegründen aus der Ferne in Tirol teil – , um das Programm, der für den 25. April geplanten Lesung „Tür an Tür – 3 vor 12“ per Video aufzunehmen. 

„3 vor 12“ ist ein vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA) organisiertes und vom deutschen Literaturfonds gefördertes, landesweites Programm, das Autoren während der Pandemie unterstützt. Jeden Monat finden in verschiedenen Bundesländern Lesungen statt, die ‚live‘ und/oder per Video/YouTube immer um „3 vor 12“ an einem Sonntag ausgestrahlt werden. 

Für die Solinger Autorenrundler und gleichzeitig Mitglieder des FDA bedeutete das am Samstag vier recht ungemütliche, aber trotzdem spannende Stunden in den Wupperbergen zuzubringen. Denn es ging um das Thema Wald als Mythenort und Sehnsuchtsort. Wo also besser lesen, vor allem während der Pandemie, als in der frischen und frühlingsgestimmten Natur der bergischen Wälder.  

Mit Hilfe von Videographer Paulo Borutta und unter der Schirmherrschaft von Dr. Manfred Luckas, 1. Vorsitzender des FDA NRW, wird jetzt ein wunderbares 90-minütiges Programm hergestellt, das es am kommenden Sonntag zu hören und sehen gibt. 

Wer zuschauen möchte, kann sich via dem unterstehenden Link anmelden und erhält dann rechtzeitig eine schriftliche Einladung mit dem Link.

Anmeldung für das kostenloses „3 vor 12“ aus den Wupperbergen des Bergischen Landes

Mehr Aktivitäten der Autorenrunde

Auch die Solinger Autoren Martina Hörle und Armin Tofahrn waren während der Pandemie fleißig.

Martina Hörle ist literarisch gerne in mystischen Welten unterwegs. Ihre Inspiration holt sie sich zum größten Teil aus der Natur. Sie streift oft und gerne durch den Wald, der für sie eine absolute Kraftquelle darstellt. In Baumrinden, Steinen und Wurzelwerk sieht sie oft Waldbewohner, die sie zu Erzählungen anregen.

Insofern hat sich Corona auf ihre schreiberische Tätigkeit nicht negativ ausgewirkt. Schade ist es nur, dass viele literarische Veranstaltungen ausgefallen sind. Die virtuellen Lesungen sind zwar eine gute Alternative, doch sie vermisst den Kontakt und die Interaktion mit dem Publikum. 

Im Sommer wird ihr neues Buch erscheinen. Sie hoffe, dass sie die Möglichkeit hat, es ihren Zuhörern persönlich vorstellen zu können. 

„Es geschah (n)irgendwo“ 

Eine Sammlung mystischer, skurriler und manchmal auch verstörender Geschichten.

Martina Hörle spielt mit dem Unbekannten, Rätselhaften. Ihre mystischen Erzählungen versetzen die Freunde des Irrealen in eine Welt zwischen den Welten, in der alles möglich, doch nichts sicher ist.

Sie konfrontiert den Leser mit seinen Sehnsüchten und Wünschen, seiner Einsamkeit, seinem Unvermögen und dem Wunsch nach Anerkennung.

Ingo Schleutermanns Zeichnungen, die das Verstörende in akribischer Detailverliebtheit zum Ausdruck bringen, regen zum Schmunzeln an, erzeugen ein schauriges Gruseln oder gesellen sich in irritierender Ruhe einfach zu den Geschichten.

Auch für Armin Tofahrn fielen viele Projekte ins Wasser. Im Herbst hatte er vor, Lesungen in Seniorenheimen und Kitas zu machen. Nur eine Lesung mit wunderbaren Knirpsen durfte er machen, bevor alles jäh durch Corodingsda zerstört wurde. Er wollte Hoffnung geben, stattdessen ist er selber in ein Loch gefallen, aus dem er bei den ersten Sonnenstrahlen im Februar heraus gekrochen ist.

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