Literaturlesungen und Vorträge

30. Januar 2020, 10:30 Uhr: Annette Oppenlander

Vortrag/Lesung des neuen Romans „Vaterland, wo bist Du?“

Elisabeth-Roock-Haus, Solingen (für Anwohner)

5. März 2020, 17 Uhr: Annette Oppenlander

Vortrag/Lesung/Diskussion zum biografischen Roman des Zweiten Weltkriegs: „Vaterland, wo bist Du?“

Elisabeth-Roock-Haus, Solingen (für Angehörige)

Gruppe Männer und Frauen sitzen am Tisch

22. März 2020, 15 Uhr: Solinger Autoren und Freunde

Literaturspaziergang: Über die Wupperhänge

Thema: „Die Bäume wachsen nicht in den Himmel“

Solingen, Bahnhof Schaberg – Napoleonsbrücke – Remscheid – Güldenwerth

31. März 2020, Beginn evtl. 16 Uhr: Kay Ganahl, Ute Mrozinski, Halina M. Sega, Martina Hörle

Literarische Lesung/Vernissage zur Bilderausstellung „Lebensnähe/Todesnähe“

Ausstellungsdauer 31.3. – 24.4.2020

Ev. Stadtkirche Solingen, Kirchplatz, Solingen

14. April 2020, 19.30 Uhr: Solinger Autorenrunde

„Ich bin. Das ist ja schon viel!“

Lesereihe „Das grüne Sofa“

Haus Arndt, Solinger Str. 2, Langenfeld (Rheinland)

21. April 2020, 15 – 17 Uhr: Annette Oppenlander

Lesung/Diskussion Krieg und Vergangenheit, Interkulturelle Begegnung

Evangelische Altenhilfe, Solingen Wald (jeder ist herzlich eingeladen)

24. April 2020: Annette Oppenlander

Präsentation/Lesung des neuen Romans VATERLAND, WO BIST DU? mit einem Vorwort von Ralf Rogge, Leiter des Solinger Stadtarchivs

Forum VHS Solingen, Mummstraße

14. Mai 2020: Annette Oppenlander

WWII Präsentation/Lesung

Culver Academies, Culver, IN, USA

29. Mai 2020: Annette Oppenlander

VHS Kurs: Sie haben ein Buch geschrieben – was jetzt?

VHS Solingen, Mummstraße

6. und 20. Juni 2020: Annette Oppenlander

VHS Schreibwerkstatt: Wie schreibt man einen eindrucksvollen Roman oder eine spannende Kurzgeschichte?

VHS Solingen, Mummstraße

9. Juni 2020, 19.30 Uhr: Kay Ganahl

„Agenten, Seilschaften und Ämter“ (aus dem Roman: „Henrys Wendejahre“)

Lesereihe „Das grüne Sofa“

Haus Arndt, Solinger Str. 2, Langenfeld (Rheinland)

8. August 2020, 14-16 Uhr: FDA-NRW u. Solinger Autorenrunde

„Das Kunst und Kulturfest – Freude-Feuer-Lebensfeier“ des Westdeutschen Autorenverbands (WAV)

ElkeS-Art-Salon, Garten, Julius-Raschdorff-Straße 63, Düsseldorf

6. September 2020, 14 Uhr: Solinger Autorenrunde, Autorengäste und Literaturfreunde

6. Literarischer Wandertag „Wir treiben es heute bunt!“

Botanischer Garten der Stadt Wuppertal, Elisenhöhe 1, Wuppertal

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an

Kay Ganahl unter Ganahl@web.de

Annette Oppenlander unter hello@annetteoppenlander.com

„Wundertüte“ Lesung in der Düsseldorfer Destille

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Gruppe Männer und Frauen sitzen am Tisch

Von Kay Ganahl

Nichts geht über die Literatur, die uns einfach ans Herz gewachsen ist! Sie bricht sich in uns Bahn, gelangt dann oft auch ans Licht der Öffentlichkeit. Und ja: Die Solinger Autorenrunde war wieder in Düsseldorf. Es ist einfach so, dass es dort einen Ort gibt, wo man als Autor ganz besonders gut lesen kann. Meist dokumentieren wir unsere literarischen Events mit Fotos, so auch dieses Mal. Man sehe deshalb auch die beigefügten Fotos von Martina Hörle und Andreas Erdmann.

Andreas Erdmann

Es gilt: Die SOLINGER AUTORENRUNDE – Andreas Erdmann, Annette Oppenlander, Martina Hörle, Beate Kunisch, Kay Ganahl, Karla J. Butterfield (Christiane Trunk fehlte an diesem Tag.) – las und unterhielt sich in der Düsseldorfer Destille, dieser bekannten Kultur-Szene-Kneipe, in die wir ja immer wieder gerne kommen, um zu einem Thema, am 7. Dezember 2019 „Wundertüte“, unsere literarischen Gedanken an die dort versammelten Düsseldorfer und andere weiterzugeben!

Kay Ganahl

Wie immer war die Destille voller Gäste, was wir an diesem Samstag Nachmittag auch auf unser dortiges Auftreten zurückführten. Aus der „Wundertüte“ holten wir unsere Texte für die gepeinigte Seele des Großstadtmenschen. Reich gefüllt, war sie für uns eher ein dichterisches Wunderhorn! Dies war wohl auch Freude für die, die sich Kunst und Kultur ergeben, um kritische, fantasievolle Gedankenwelten zu erleben. Abenteuer Kultur!

Annette Oppenlander

Wir danken Frau Elisabeth Esch für die Einladung zu diesem literarischen Nachmittag, der „Blauen Stunde“! Außerdem danken wir einander gegenseitig, weil wir tatsächlich einen fabelhaften Gruppenzusammenhalt haben – und von daher auch auf Welttournee gehen könnten. Wahrhaftig!

Martina Hörle

Dank natürlich auch an Martina und Andreas, die Journalisten unter uns, für die schönen Fotos! Die beiden sorgen immer wieder für die visuelle Dokumentation einer Lesung … nur ich sitze mal wieder etwas bedröppelt da, wiewohl ich wirklich in weitaus besserer Stimmung war.

Karla Butterfield
Elisabeth Esch

„So ein Donnerwetter!“ Lesung in ElkeS-Art Salon

Elke Seifert und Bernd Möller

Rückblick von Kay Ganahl

Ein „Donnerwetter“ zu erleben ist sicher nicht immer ein Vergnügen. Man kann sich auch sehr viel unter diesem Wort vorstellen. Was sich am 9. November 2019, 19 h in Düsseldorf-Garath mehrere bekannte AutorInnen aus Nordrhein-Westfalen darunter vorstellten, erfuhr man während der literarischen Lesung „So ein Donnerwetter!“

P. Lötschert, H.M.Sega, B.Möller

Kay Ganahl organisierte und moderierte zusammen mit Elke Seifert, der Geschäftsführerin des Westdeutschen Autorenverbandes und Leiterin von ElkeS-Art Salon diese literarische Lesung, die mit (in Reihenfolge des Auftretens) Martina Hörle (Solinger Autorenrunde) – Halina Monika Sega (Fr. Dt. Autorenverband-NRW) – Kay Ganahl (Solinger Autorenrunde, Fr. Dt. Autorenverband-NRW) – Petra Lötschert (Fr. Dt. Autorenverband-NRW, Westd. Autorenverband) – Annette Oppenlander (Solinger Autorenrunde) und mit Elke Seifert (Westd. Autorenverband) in einer schauspielerischen Rolle nach der Veranstaltungspause realisiert wurde.

Das Thema lud zu einer explosiven Vielfalt der Darbietungen ein. So kam es dann auch. Die Lesung war ein kulturelles Vergnügen. Fünf unabhängige, originelle AutorInnen auf einer winzigen Kulturbühne bewiesen ihr Können, womit sie eben auch auf ihr jeweils beachtliches literarisches Schaffen hinwiesen. Auch das ist bei Lesungen wichtig.  

Martina Hörle

Martina Hörle, Solinger Journalistin und Schriftstellerin, begann mit einem ruhigen, aber doch auch sehr eindringlichen literarischen Beitrag. Sie arbeitet gerade an einem Buch mit mystischen Geschichten. Die folgende Halina M. Sega aus Gladbeck setzte sich davon mit einem großen mimischen und lauten Donnerwetter in der Darbietung eines Romanauszuges aus ihrem „Yvette und die Gewitterhexe“ (2018) ab.

Elke in Aktion

Alles fand eine schauspielerische Fortsetzung mit Elke Seiferts Auftritt. Nach einer künstlichen Verzögerung, um Spannung aufzubauen, erschloss sich dem Zuschauer dann wirklich, was ein Donnerwetter im Extremfall sein kann: Dramatik pur. Elke Seifert wirkt sehr expressiv in ihren Rollen.

Die ausgedehnte Veranstaltungspause wurde für Gespräche, Diskussionen und für den Austausch von Informationen genutzt, was immer als sehr sinnvoll erachtet wird. Keine Lesung ohne Pause oder das „kultivierte Danach“, denn auch die persönliche Kommunikation ist von Bedeutung!

Kay Ganahl

Kay Ganahl (Solingen) las als nächster lässig und amüsant-expressiv seine noch unveröffentlichte Geschichte „Dr. Nihil. Ich denke den Geist der Verneinung!“, in der Satire und Fantasy anklingen. Besonders beeindruckend, weil äußerst unterhaltsam wegen des konkret-tatsächlichen politischen Zeitbezugs, war Petra Lötscherts (Düsseldorf, Koblenz) Glosse auf einen der prominentesten redseligen und erfolgreichen Politiker im Lande.

Annette Oppenlander

Nach ihr kam die Solingerin Annette Oppenlander, die aus ihrem Buch „Vaterland, wo bist du? Roman nach einer wahren Geschichte“ (2019) las. Annette Oppenlander hat schon mehrere Romane in den USA veröffentlicht. Sie ist eine sehr erfahrene, übrigens auch preisgekrönte Autorin. Mit dem Werk, aus dem gelesen wurde – einer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche – knüpft sie an die USA-Erfolge an.

Petra Lötschert

So wurde geistreiche Unterhaltung auf diese Bühne gebracht, auf welcher schon so mancher Literat, Musiker und Künstler seiner Kreativität Auslauf gegeben hat. Dieses Kellertheater – ElkeS-Art Literatursalon – hat etwas Heimeliges, dem man sich kaum entziehen kann, aber eben auch nicht möchte. Denn wer auf den Publikumssitzen Platz genommen hat, wird aufgrund der Nähe zur Bühne sofort gebannt. Dabei geschieht durchaus eine emotionale Verschmelzung von Akteuren und Publikum – die positiv-kreative Stimmung, die auf der Stelle um sich greift und die ganze Räumlichkeit erfasst, ist dafür entscheidend.

Dies wurde an diesem Abend eben genauso erfahren. Und dass Bernd Möller, Solinger Gitarrist und Sänger, zum Schluss einen für diese Veranstaltung geschriebenen Song zum Besten gab, war das Tüpfelchen auf dem I.

WAV, FDA-NRW und die Solinger Autorenrunde bringen Ideen auf die Bühne. Stimmungsvolle und geistig anregende Veranstaltungen muss es weiterhin geben. Sonst würde unsere deutsche Kultur nämlich veröden.

Fotos von Kay Ganahl und Ingo Piel

Weitere Lesungen

Wie freuen uns, weitere Lesungen bekanntzugeben.

„So ein Donnerwetter“

ElkeS-Art-Salon Julius-Raschdorff-Straße 63 40595 Düsseldorf, Samstag, den 9. November 2019 um 19 Uhr (Einlass ab 18.45 Uhr) Eintritt 15,- € inclusive Buffet und Getränke, Karten sind im Vorverkauf erhältlich, Tel. 0211-7052556

Moderation Kay Ganahl und Elke Seifert 

 „So ein Donnerwetter!“ wird wohl eine tiefe Schau in Literaten-Seelen sein. Wir sind auch nur Zeitgenossen in ein und derselben Gesellschaft. Diese birgt eine Menge Sprengstoff in sich, zumal geistigen. Das ist nicht zu unterschätzen!

Der gute Autor stellt sich dieser Tatsache, schreibt und schreibt, um sich frei zu schreiben vom Druck, vom Stress, vom … was auch immer es konkret sein mag. Die zweite, künstliche Realität von literarischen Schöpfungen entsteht! Wahrlich, auch Grenzlinien verschwimmen. Wer kreativ sein kann, sollte jegliche Kreativität auch nutzen, um Grenzen sogar zu überschreiten … hier … jetzt …

Ach, Krach! Welcher! Warum? Es wird dazu kommen – aber nur in den Texten …Jedenfalls darf es auch Unterhaltung sein, ja! Doch die höchste Anforderung, die wir an uns stellen, ist die inhaltliche Qualität dessen, was wir schreiben.

Es treten an diesem Abend auf: Petra Lötschert, Düsseldorf; Halina Monika Sega, Gladbeck; Annette Oppenlander, Solingen; Kay Ganahl, Solingen; Martina Hörle, Solingen

„Bald ist Weihnachten“

Weihnachtliche Lesung und Unterhaltung im Josef-Haus, Solingen (Für Anwohner)

Mittwoch, 4. Dezember 2019, 16 Uhr
Annette Oppenlander & Kay Ganahl
Kapelle im Josef Haus Solingen, St. Augustinus Gruppe, Schützenstraße 217, 42659 Solingen

Zwei ausführliche Berichte über den fünften literarischen Wandertag

Martina Sprenger liest am Murmelbach

Hier lesen Sie gleich zwei tolle Berichte über den literarischen Wandertag, der diesmal im Wuppertaler Vorwerk Park stattfand.

Martina Hörle liest vor zahlreichem Publikum

Martina Hörle berichtet im Solingen Magazin… und Kay Ganahl, Mitglied beim FDA und der Solinger Autorenrunde schreibt aus der Sicht des Organisators:

Mann steht neben Baum
Kay Ganahl bereitet sich auf seine Lesung vor.

„Die Texte waren geschrieben. Es gab acht Zusagen zur Mitwirkung als Autorin oder Autor an diesem vielversprechenden Tag. „Wir nehmen uns Zeit!“ war für die AutorInnen das literarische Motto. Zeit hat als allgemeines, frei verfügbares Gut zu gelten, an welches jeder Mensch gelangen kann. Er soll sie sich ja eben auch nehmen. Dies ermöglicht erst die Entwicklungsfreiheit des Einzelnen, der sein Leben gestalten kann! Gerade die Kreativen, auch die AutorInnen lieben es, Zeit als etwas frei Verfügbares wahrzunehmen. So ist Zeit gezielt für die Literatur kreativ einzusetzen.

Gegen 15 Uhr am 1. September 2019 traf man sich beim Wuppertaler Toelleturm, von welchem aus die Barmer Anlagen und der Vorwerk Park überblickt werden können. Hier geht es weiter…

Impressionen des fünften literarischen Wandertags

Am Toelleturm ging es los.

Am Sonntag, dem 1. September trafen sich etwa 25 Autoren und Gäste im wunderschönen Vorwerkpark in Wuppertal. Am Toelleturm ging es gleich mit Poesie und Kurzgeschichten los.

Martina Hörle liest von einer geheimnisvollen Burg.

Es folgten weitere acht Stopps an malerischen und magischen Orten im Park. Michael Völkel unterstützte jede Lesung mit unterhaltsamer Musik und humorvollen Balladen. Die Solinger Autorenrunde war mit Autor und Organisator Kay Ganahl, und den AutorInnen Andreas Erdmann, Martina Hörle und Annette Oppenlander gut vertreten.

Andreas Erdmann trägt vor.
Kay Kanal und die weise Eule.

Zu den Gastlesern zählten Sachbuchautor Manfred Luckas, Poetin Petra Lötschert und Autorinnen Martina Sprenger und Elke Seifert.

Gruppe von Menschen hört Autorin zu
Gastautorin Martina Sprenger am Murmelbach.

Fotos wurden von Martina Hörle und Andreas Erdmann gestellt. Wir danken Kay Ganahl für die tolle Organisation und freuen uns schon jetzt auf den nächsten Wandertag.

Frau liest aus Buch.
Gastautorin Elke Seifert trägt ihr Märchen am magischen Murmelbach vor.
Mann singt mit Gitarre
Michael Völkel singt unterhaltsame Balladen
Sachbuchautor Manfred Luckas liest die amüsante Einleitung seines neuen Buches „Das Auto und ich“
Poetin Petra Lötschert liest trotz Erkältung wunderschöne Gedichte.

Der literarische Wandertag nähert sich

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Gruppe von Erwachsenen in einem Park
Teilnehmer des literarischen Wandertags 2018

1. September 2019: Literarischer Wandertag, Vorwerkpark Wuppertal, 15 Uhr, Treffpunkt Toelleturm, Hohenzollern Str. 33

Begleiten Sie uns auf dem fünften literarischen Wandertag, hören Sie wunderbare Geschichten der Solinger Autorenrunde und verschiedener literarischer Gäste. Dabei laufen wir jeweils einige Minuten und pausieren dann für Lesungen und musikalische Unterhaltung.

Der erste Treffpunkt am Toelleturm ist schon unser erster Lesestopp. Danach geht es in die Barmer Anlagen zum zweiten Literaturpunkt und von dort auf die Höhen des Vorwerk Parks.

Teilnehmende AutorInnen:

  • Andreas Erdmann, Solingen
  • Manfred Luckas, Köln
  • Annette Oppenlander, Solingen
  • Kay Ganahl, Solingen
  • Elke Seifert, Düsseldorf
  • Martina Hörle, Solingen
  • Christiane Trunk, Solingen
  • Petra Lötschert, Koblenz und Düsseldorf
  • Martina Sprenger, Wuppertal 

MUSIK: Michael Völkel, Herne

Ein Gartenfest der Literatur

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Gruppe von Menschen im Garten

Hier noch ein ausführlicher Bericht von Kay Ganahl vom Freien Deutschen Autorenverband (FDA)/NRW

Die Organisation eines Sommerfestes ist nichts für Kurzentschlossene, es braucht alles einen gewissen Vorlauf. Frau Gellwitzki-Müller von ProLiteratur, dem Freundeskreis der Bibliothek Monheim am Rhein, fragte mich denn auch frühzeitig, ob ich Zeit und Lust hätte, am Sommerfest der Bibliothek im Jahr 2019 mitzuwirken. Sie kennt mein starkes Interesse an Literatur und auch an Literaturevents, insbesondere dann, wenn es etwas zu organisieren gibt. Ich stimmte ins Lied „Wir gestalten einen Tag im Garten der Bibliothek!“ ein, alsdann ging es ans Werk. 

Zu meiner Freude war es einfach, weitere literarische Mitstreiter zu finden, die bereit waren, sich im Hochsommer einer wahrscheinlich etwas zu hohen Temperatur „auszusetzen“, da doch der Klimawandel in den letzten Jahren vielen Menschen zu schaffen macht. Aber: Wer möchte denn nicht vor geneigtem Publikum aus seinen Werken vorlesen?! Das Thema für dieses „Literarische Gartenfest“ war „Textflut“, so doch der ganze Tag von einigen Beiträgen geflutet werden sollte.

ProLiteratur, Freier Deutscher Autorenverband/NRW und – wie immer sehr gut kooperierend – die Solinger Autorenrunde boten dann ein interessantes Kultur-Event für die Literaturinteressierten. Bei dann doch recht angenehmer Witterung lasen am Sonntag, den 7.7.2019 zwischen 11 Uhr und 18 Uhr einige ganz unterschiedliche Autorenpersönlichkeiten nach freier Wahl aus ihren Werken. Jede Autorin, jeder Autor hatte zwei Mal eine Viertelstunde zu lesen.

Martina Hörle, Andreas Erdmann, Karla J. Butterfield und Beate Kunisch, Annette Oppenlander und ich, Kay Ganahl – alle von der Solinger Autorenrunde – trafen mit Dagmar Schenda (Mülheim/Ruhr), Maria Stalder (Mettmann), Renate Buddensiek (Essen) und Ute Mrozinski (Monheim am Rhein) zusammen, die allesamt (wie ich auch) sehr aktive Mitglieder des Freien Deutschen Autorenverbandes/NRW sind. Bernd Möller aus Solingen war mit seinen Gesangsstücken und dem Spiel an der Gitarre für sieben Musikbeiträge zuständig, die er virtuos und menschlich anrührend vortrug. Übrigens ist er auch als Clown tätig. Eigens für diesen Tag hatte er einen Song geschrieben, nämlich „Auftakt-Lied, Literarisches Gartenfest in Monheim“, welchen er zu Beginn der Veranstaltung zum Vergnügen aller darbot.

In der Folge blieben wir sowohl von Hitzetemperaturen als auch von lästigen Regenergüssen völlig verschont, so dass sich aus dem Hintereinander der einzelnen AutorInnen – die Prosawerke und diverse Lyrik, zumal aus neu erschienenen Romanen vorlasen – ein schönes Miteinander sehr selbstverständlich ergab. Der Korpsgeist (Ich darf an dieser Stelle auch einmal dieses Wort benutzen!) der Kreativen fand während der Lesung seine Bestätigung. Man liest nun einmal so, dass allen klar ist: Hier wird den zahlreichen netten Gästen etwas von kulturellem Niveau angeboten. Das genügt dabei allerdings auch dem ehrenvollen Selbstzweck der Freude am Tun. Und das Tun ist die vorzulesende Literatur. Es ist dies speziell das Credo des Literaten, der dem Freiheitsdenken besonders verbunden ist!

Hinter das frontal vor die Tischgruppen gestellte rot lackierte Stehpult im Garten traten die oben Genannten, allesamt Routiniers, als wäre es das, worum es im Leben vor allem zu gehen hat. Dies merkten die Gäste. Sie lauschten aufmerksam und andächtig, manche sogar mit Begeisterung. Frau Gellwitzki-Müller und ich hatten zuvor den Werbeflyer geschrieben, gestaltet, gedruckt und verteilt, so dass Mitwirkende und Gäste stets bestens im Bilde waren, wer wann vorliest. Es begann Ute Mrozinski, Lokalmatadorin aus Monheim, und gegen 18 Uhr las die bunt-urige Solingerin Karla J. Butterfield, die auch einiges über ihren persönlichen Werdegang erzählte, um das Ende des Literarischen Gartenfestes einzuläuten.

Die zwei etwas zu lang geratenen Pausen während der „Marathon“-Lesung verrückten den Zeitplan ein wenig, aber das störte überhaupt nicht. Allen, die sich vor Ort eingefunden hatten, stand Zufriedenheit ins Gesicht geschrieben.

Der Freie Deutsche Autorenverband/NRW hat wieder einen Jahreshöhepunkt feiern können. Die Solinger Autorenrunde war wieder außerhalb ihrer heimatlichen Gefilde unterwegs, um noch besser zu wirken. ProLiteratur bekam ein literarisches Programm, welches es in sich hatte. Denn wenn es eines gewiss im Überfluss gab, dann dies: Literarische Inhalte und Menschen, die sie gekonnt vermittelten. 

„Literarisches Gartenfest in der Bibliothek Monheim am Rhein“: Organisator: Kay Ganahl, Schriftsteller, für Fr. dt. Autorenverband/NRW, für Solinger Autorenrunde
Veranstalter: Cornelia Gellwitzki-Müller für ProLiteratur, Freundeskreis d. Bibliothek Monheim am Rhein

Ein Gartenfest der besonderen Art

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gruppe hört einem Leser zu

Am Sonntag, dem 7. Juli nahm die Solinger Autorenrunde am Gartenfest der Monheimer Bibliothek teil. Bei angenehmem Wetter, umrahmt von Bäumen und Mauerwerk, trafen sich Literaturgesinnte, um ihre Werke vorzutragen und Gleichgesinnten zuzuhören. So vielfältig die Autoren/Autorinnen, so vielfältig war das Programm.

Es gab Gedichte über Glück und Sonnenblumen, Lustiges über die ‘F.Ledermaus’ und das Ergattern eines Wohnberechtigungsscheins, Ernsthaftes über das knappe Entkommen Walter Mehrings vor der SA und der Kinderlandverschickung im Dritten Reich, Auszüge aus Kurzgeschichten, Büchern und Sammlungen. Zwischendurch unterhielt uns Bernd Möller mit wunderbaren Liedern und Gitarre.

Wir danken der Bibliothek Monheim für die Einladung, die tolle Verpflegung und das rundum gelungene Programm.

Mehr Fotos finden Sie auf unserer Facebookseite.

Achtung Vormerken!

1. September 2019: Literarischer Wandertag, Vorwerkpark Wuppertal, 15 Uhr

Begleiten Sie uns auf dem fünften literarischen Wandertag, hören Sie wunderbare Geschichten der Solinger Autorenrunde und verschiedener literarischer Gäste. Dabei laufen wir jeweils einige Minuten und pausieren dann für Lesungen und musikalische Unterhaltung.

„Blicke auf Literatur und Leben“

Eine Rezension von Hans Bäck – Kapfenberg (Österreich)

Wenn gute Freunde, liebe Kollegen ein Buch herausbringen, ist man als Rezensent gefordert. Erstens muss man, soll man alle persönlichen Befindlichkeiten hinter sich lassen, anderseits soll man/muss man auch die persönlichen Kenntnisse von einander berücksichtigen.

Und von da an wird es schwierig.

Ich versuche es trotzdem. Dabei will ich nicht in der Reihenfolge der abgedruckten Texte vorgehen, ich werde mich an den einzelnen Autoren abarbeiten und beginne gerne mit meiner lieben verehrten

Dagmar Weck: Sie ist mit vier Texten vertreten. Allen ist gemeinsam, dass die Frauen in diesen Texten ihre Probleme mit den Männern haben, es sind immer wieder dominierende Typen, die letztendlich gar nicht so stark sind und die Frauen dann sehr bald die Verbindungen kappen. Eine Geschichte (Zara undAngus) führt uns in ferne – nein gar nicht so ferne und unbekannte Welten, diese sind uns näher als uns lieb sein kann. Weck nimmt hier eine Zukunft vorweg, vor der uns eigentlich das Fürchten befallen sollte. Immer schon haben die Schriftsteller den Nimbus gehabt, als Propheten, als Verkünder von Unheil zu fungieren. Denken wir nur an die vielen geheimnisvollen – vor allem Frauen – in der Geschichte, die Wahr- oder Vorhersagten. Die Menschen in dieser Geschichte, man fragt sich von Zeile zu Zeile, sind das noch Menschen wie Du und Ich oder sind es schon totale Zombies? Dagmar Weck lässt dies offen, es unserer Beurteilung überlassen. Visionen, die nicht unbedingt erfreulich sind!

Dagmar Schenda: ist eine jener Doppelbegabungen, die man immer häufiger antrifft. Sie zeichnet, malt und entwirft das Cover für ihre Bücher selbst. Was stellt sie in diesem Band vor? Beginnt sinnvollerweise mit den Problemen jener, die plötzlich sich mit den Errungenschaften eines Bill Gates herumschlagen müssen. Im Klartext, wie es jedem geht, der sich mit Textverarbeitung, Word und anderen Geheimnissen der IT herumschlagen muss. (Fast) jeder hatte diese Erfahrungen selbst machen müssen, es gibt nicht so viele Glückliche wie den Rezensenten, der von Anbeginn mit Mac, mit Apple arbeiten konnte und daher diese Erzählungen eben nur aus der Sicht der Betroffenen kennt. Vielleicht eine Warnung, eine Anregung, an die vielen Software-Entwickler, einmal nachzudenken, was es mit der Forderung von STEVE JOBS und STEVE WOZNIAK auf sich hatte: Jedes Produkt, jedes Programm geht erst dann hinaus, wenn es auch die Oma versteht! Jedenfalls Dagmar hat diese Schwelle überwunden, im nächsten Text „Die Abenteuer von Papa“ schildert sie ihr Leben, vom Mädchen, dem der Papa die Geschichten erzählte bis zu jener jungen Frau, die nun diese Geschichten selbst erfand. Ein einsamer Gymnasiallehrer der ein kostbares Buch gefunden, das ihm wichtiger als alle Lebensfreuden war, junge Schülerinnen vermied er ebenso (war auch für ihn  besser) als Freudenmädchen, nur um das eine Buch ging es ihm. Auch in der Geschichte von Rosalinde, Kurt und Claude geht es vorrangig um Bücher, doch lässt die Autorin dabei ihre geheime Leidenschaft zum Durchbruch kommen. Was heißt geheime Leidenschaft? Wer die Homepage der Autorin anschaut, wird sehr bald über die „geheimen Vorlieben“ von Dagmar Schenda Bescheid wissen! Im abschließenden Text beschäftigt sich die Autorin mit den verschiedenen Bezeichnungen, Wörtern welche die menschliche Fortbewegung in der Literatur, in der Umgangssprache beschreiben.

Kay Ganahl ist der Wissenschaftler unter den drei Autoren. Jeder seiner Texte beschäftigt sich mit literarischen Problemen und Fragen: Unser ‚letztes’ Buch, strahlend, selbst sich auflösend, zerfallend, alles fließt, bewegt sich fort, wird unendlich. Natürlich, das Lesen ist für einen Büchermenschen wie Kay existenziell, dann muss er erleben, wie eine attraktive Nachbarin ein Buch ausborgt, noch dazu Kafkas Schloss, nur um vorzugaukeln auch sie habe ein Buch! Reflexionen über das Studium, Gedanken zum Lesen an sich, die Wandlung der Stellung des Schriftstellers in der Gesellschaft und damit ein Blick auf den „Literaturbetrieb“ früher und heute. Ein hochinteressanter Essay erkundet das Schriftsteller-Ich, autobiografische Notizen und viele andere Texte runden das Bild ab, das sich der Leser von Kay Ganahl danach machen kann.

Eine Fülle an Gedanken, Ideen, Einfällen. Man merkt, hier schreibt einer, dem das Herz, die Feder übergeht, den es danach drängt, endlich, endlich all das auszudrücken, was ihm am Herzen lag. Der Rezensent erlaubt sich einen kleinen bescheidenen Einwand: Weniger wäre mehr oder zumindest genug gewesen.

Es muss unheimlich schwierig sein, drei so unterschiedliche Autoren zu einem gemeinsamen Buch zu bewegen, was dabei zwangsläufig auf der Strecke bleiben muss: Der gemeinsame Rote Faden. So ist es eine Ansammlung von total unterschiedlichen Texten, die leider kaum einen Zusammenhang haben. Ich gebe zu, das wäre schwierig gewesen, doch bei einer anderen Auswahl der Texte beispielsweise der beiden Autorinnen, wäre der Sozialwissenschaftler Kay womöglich weitaus stärker zur Geltung gekommen. So wirkt seine Vermischung von Essay, wissenschaftlichem Beitrag und Short Story etwas willkürlich zusammengetragen.

Jedenfalls ein erfreuliches Lebenszeichen aus dem Kreis der Autoren des FDA NRW!

Prosatexte, Gedichte, Essays, Autobiografisches
Shaker Media GesmbH
ISBN 978-3-95631-692-0

Kay Ganahl (Hrsg.), Dagmar Weck, Dagmar Schenda